erstellt von Martin J. Maier

29.09.2017
Auf und in Lauf bauen – mit Maß und Ziel

Lauf  – für viele Menschen ist unsere Herzensstadt ein Ort, an dem sie leben möchten. Hier bekommt man viel geboten: Theater, viele Restaurants, Bars und nicht zu vergessen die zahlreichen kulturellen Angebote wie das Straßenmusikerfestival, das Kunigundenfest und die Hämmernkirchweih. Die interkommunale Infrastruktur erlaubt es uns dabei, schnell und komfortabel nach Nürnberg zu gelangen, sowohl mit dem privaten PKW als auch mit den öffentlichen Verkehrsmitteln.

Für viele (Wunsch-) Laufer herrscht trotzdem Knappheit. Es fehlt an (bezahlbarem) Wohnraum für jene, die zuziehen oder bleiben möchten. Wohnraum wird zwar stetig neu gebaut, so entstanden knapp 130 neue Wohneinheiten 2015 in Lauf und auch 2016 und ´17 wurde gebaut. Doch müssen Maß, Ziel und Menschenverstand geachtet werden. Die Preise für Neubauwohnungen sind für Normalverdiener kaum bezahlbar und Nachverdichtung hat Grenzen. Wo die Anzahl der Menschen wächst, die Straßen aber gleich bleiben, wird es unweigerlich zu Infrastrukturproblemen kommen. Verkehrsgutachten, auf die man sich in der Politik fast blind verlässt, spiegeln nie die Realität wieder und ersparen uns Entscheidungsträgern nicht den persönlichen Blick und das Gespräch vor Ort.

Das Erschließen neuer Bauflächen gestaltet sich indes schwierig. Wo ausgewiesenes Bauland in Privatbesitz ist, wird kaum verkauft und neue Baugebiete gehen zulasten der Natur. Tut man aber nichts, steigen ob der immensen Nachfrage die Mietpreise weiter an – eine Zwickmühle. Mit einer vernünftigen Anpassung der Stellplatzverordnung setzte der Stadtrat auf unsere Initiative hin bereits einen Anreiz zum Bauen, denn die Baukosten pro Quadratmeter Wohnfläche sinken dadurch. Überdies hinaus darf das maßvolle Ausweisen neuer Baugebiete kein rotes Tuch im Stadtrat sein. Auch jene, die von einem Einfamilienhaus träumen sollen in Lauf einen Platz finden.