erstellt von FW Fraktion

03.06.2017
Freie Wähler gegen Tempo 30 auf der ehemaligen B14

Nachteile überwiegen Vorteile.

Laufs erster Bürgermeister Benedikt Bisping will auf der alten B14 zwischen Hirtenbrücke und Simonshofer Straße Tempo 30 einführen, Bäume pflanzen und 6 neue Stellplätze anlegen. Nach Diskussion und Abwägung gelangen die Freien Wähler zu dem Ergebnis, dass sie für die Beibehaltung der jetzigen Situation sind.
 
Für die Umbaumaßnahme und Tempo 30 spricht, dass sie relativ kostengünstig abgewickelt werden könnte, neue Stellplätze entstünden und die Situation für Fahrradfahrer günstiger würde.  
 
Gewichtiger sind für die Freien Wähler allerdings die Gegenargumente: Für die Radfahrer wurde bereits ein Fahrradweg zum Marktplatz angelegt. Einzelhändler, Wirte und Hoteliers befürchten, dass bei Tempo 30 Kunden aus Lauf, vom Marktplatz und vom Friedensplatz ferngehalten werden könnten. "Tempo 30 schreckt ab", so der FW Fraktionssprecher Andreas Tiedtke. "Auch das Wegfallen der Abbiegespur wird von vielen Marktplatz Gewerbetreibenden kritisch gesehen." Zudem sei es wichtiger, dass der teilweise schon stockende Verkehr auf der ehemaligen B14 nicht noch weiter behindert würde. "Im bereits umgestalteten, verengten Bereich zwischen Hirtenbrücke und Friedensplatz gibt es Schwierigkeiten, wenn sich LKWs oder Busse begegnen, und immer wieder hört man von abgefahrenen Rückspiegeln", meint 3. Bürgermeister Thomas Lang. Auch lägen noch keine Stellungnahmen von Rettungsdiensten, Feuerwehr oder Polizei vor. "Durch die Verengung steht zu befürchten, dass die Einsatzfahrzeuge behindert werden, wohingegen jetzt ein Ausweichen - auch durch die Abbiegespur - leichter möglich ist", meint der stellvertretende Fraktionssprecher Adolf Pohl.
 
Des Weiteren handelt es sich bei der Strecke um eine Autobahnumgehung. Bei Stau auf der Autobahn sollte der Umgehungsverkehr schnell abfließen und nicht durch bauliche Maßnahmen oder ein Tempo-30-Limit behindert werden.
 
Darüber hinaus haben zahlreiche Anwohner der Urlasstraße Bedenken angemeldet, dass diese dann als Umgehung genutzt würde. Dadurch würden nicht nur die Kunden vom Marktplatz weggeführt, sondern es käme auch zu einer stärkeren Belastung dieser Wohnstraße durch Einsatzfahrzeuge. Zudem befinden sich hier die Querungen für die Schüler zum Bahnhof und zur Innenstadt und zahlreiche Parkplätze, sodass ein höheres Verkehrsaufkommen in der Urlasstraße viele Interessen schädigt.
 
Nach umfassender Beratung stimmten die Mitglieder der Freien Wähler Fraktion einstimmig gegen die von Benedikt Bisping geplanten Verkehrsbehinderungen. Diese Position werden sie auch bei der kommenden Abstimmung im Stadtrat vertreten.